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Rittler & Co

Alfons Rittler

Digital Expert & CEO

Matomo vs. Google Analytics - FAKTEN



Wir von der Rittler & Co nehmen in diesem Beitrag zwei wichtige Tools zur Datenanalyse für Website-Betreiber unter die Lupe. Beide Tools sind sich sehr ähnlich und hervorragend geeignet zum Messen von Besucherzahlen und sonstigen Aktivitäten. Trotz der enormen Bekanntheit von Google Analytics ist es nicht auch automatisch das beste Werkzeug zur Analyse des Website-Traffics. Ein genauer Blick auf Matomo lohnt sich, denn es hat einige Vorteile zu bieten, die Google entweder gar nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung stellt. Außerdem lässt sich Matomo Datenschutz-Konform einsetzen.

Google Analytics Logo vs Matomo Piwik Logo, gelb, orange, blau

Matomo: ein kurzer Einblick

Matomo ist eine Webanalyse-Plattform ähnlich wie Google Analytics. Sie ist einfach zu bedienen und Website-Betreiber haben die Möglichkeit, das Verhalten ihrer Nutzer zu analysieren und sogar live zu beobachten. Matomo ist dazu ein Open-Source-Tool und kann auf einem eigenen Server installiert werden.

Mit einem Marktanteil von etwas unter zwei Prozent ist es zwar nicht das beliebteste Tool in der Branche, kann aber durchaus mit den Funktionen von Google mithalten. Für wen die eingebauten Funktionen des Tools nicht ausreichend sind, der kann sich zusätzliche Plugins herunterladen oder sogar eigene Plugins entwickeln lassen. Die zur Verfügung gestellten Plugins sind allerdings nicht immer kostenlos.

Als großen Negativ-Punkt zu betrachten ist die Tatsache, dass die Installation sehr aufwendig ist. Um Matomo nutzen zu können, benötigen Website-Betreiber einen eigenen Webspace auf einem Server. Wer dafür nicht über genügend technisches Know-how verfügt, muss sich bei der Installation Hilfe suchen. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Plattform keine Integration von Google Ads ermöglicht. Für private Nutzer ist das kostenlose Tool aber mehr als ausreichend.

Matomo: Vor- & Nachteile

Matomo bietet die folgenden Funktionen:

  • Anzeige von Grafiken (wie Google Analytics)
  • Tracking der Besucher mit einem Cookie in Echtzeit und in anonymisierter Form
  • Speichern der Daten in einer SQL-Datenbank
  • Zugänglichkeit über API, etwa für Entwickler und andere Interessierte

Technische Voraussetzungen: Eigener Webspace und Zugriff auf die Kommandozeile (ssh). Das offizielle Handbuch der Plattform hilft jedoch dabei ungemein. Abgesehen davon wird vorausgesetzt, dass man bereits mit PHP vertraut ist. Eine Randbemerkung zum Datenschutz: Da standardmäßig nur anonyme Daten gespeichert werden, gelangen niemals personenbezogene Daten in die Datenbank. Mehr dazu später.

Anwendungsfälle

  • Website-Besitzer, die ihre Website-Besucher im Auge behalten und ihr Verhalten analysieren wollen
  • Entwickler, die über die API auf die Daten zugreifen möchten, um ihre eigenen Anwendungen oder Integrationen zu erstellen
  • Personen, die mit Google Analytics nicht zufrieden sind und eine ebenso gute oder sogar bessere Alternative suchen
  • Heimanwender, die nur die Grundfunktionen eines Webanalysetools benötigen und ihre Daten auf ihrem eigenen Server speichern möchten

Google Analytics: Vor- und Nachteile

Das Analyse-Tool aus dem Hause Google ist ebenfalls kostenlos und liefert wichtige Daten über die Performance einer Website. Im Gegensatz zu Matomo ist die Installation extrem einfach und auch für Laien im Handumdrehen zu bewältigen.

Darüber hinaus glänzt das Tool mit ansprechenden Grafiken und einer nutzerfreundlichen Darstellung der Daten. Als großen Negativ-Punkt führen viele die nicht unbedenklichen Datenschutzrichtlinien an. Anders als bei Matomo werden die gesammelten Daten in großen Rechenzentren in den USA ausgewertet.

Aus diesem Grund ist Google nicht dazu verpflichtet, die europäischen Datenschutzgesetze einzuhalten. Insgesamt bietet Google Analytics jedoch mehr Möglichkeiten, ist aber auch deutlich anspruchsvoller als Motamo und somit besser für große Agenturen geeignet.

Matomo vs. Google Analytics: Nutzung

Werfen wir zunächst einen Blick auf einige wichtige Nutzungsstatistiken für Matomo und Google Analytics.

Matomo hat:

  • 9.000+ Downloads pro Tag
  • 200.000+ Websites, die Matomo nutzen
  • 3,5 Millionen+ Nutzer

Google Analytics hat:

  • 52.000+ Downloads pro Tag
  • 2 Millionen+ Websites, die Google Analytics nutzen
  • 100 Millionen+ Nutzer (von den insgesamt 100 Millionen+ Websites, die Google Ads nutzen, zu denen auch Websites gehören, die andere Werbenetzwerke nutzen)

Matomo vs. Google Analytics: Funktionen und Add-ons

Matomo als auch Google Analytics bieten ähnliche Funktionen für die Verfolgung der Website-Nutzung.

Hier sind einige der wichtigsten Merkmale von Matomo:

  • Matomo ist quelloffen, d.h. man kann auf den Code zugreifen und ihn an die eigenen Bedürfnisse anpassen.
  • Matomo wird selbst gehostet, d.h. man hostet die Software auf dem eigenen Server. Dadurch hat man mehr Kontrolle über seine Daten.
  • Matomo bietet eine Reihe von Zusatzfunktionen und Add-ons, wie Heatmaps, Sitzungsaufzeichnungen und Formularverfolgung.
  • Matomo lässt sich in eine Reihe anderer Plattformen integrieren, z. B. WordPress, Shopify und Magento.

Google Analytics bietet nicht alle diese Funktionen (obwohl es einige ähnliche Funktionen hat), und es ist nicht Open Source. Allerdings bietet Google Analytics einige Vorteile, wie z. B. eine große Nutzerbasis und die Integration mit anderen Google-Produkten.

Matomo vs. Google Analytics: Preise

Sowohl Matomo als auch Google Analytics sind für die Grundfunktionen kostenlos. Hostet man Matomo auf dem eigenen Server, zahlt man dafür nichts. Lediglich wenn man auf weitere Datenansichten, wie z.B. Heatmaps, zurückgreifen möchte, muss man dafür einen kleinen jährlichen Betrag zahlen. Entscheidet man sich für die Cloud Version von Matomo, werden je nach Website-Traffic Kosten ab 19 EUR im Monat fällig. Auch Google Analytics ist in seiner Grundversion kostenlos. Will man noch bessere Datenqualität und -quantität und entscheidet sich für die "Premium"-Version Google Analytics 360, muss man jedoch ganz schön tief in die Tasche greifen. Die Premium-Variante kostet nämlich stolze 135.000€ im Jahr.

Bei den kostenlosen Versionen gibt es einige Unterschiede:

Matomo Pro

  • Benutzerdefinierte Berichte
  • Datenexport
  • API-Zugang
  • A/B-Tests

Google Analytics Premium

  • Ungeprüfte Datenberichte
  • Nutzerverwaltung
  • Benutzerdefinierte Dimensionen und Metriken
  • Tools für Kommunikation und Zusammenarbeit
  • Berichte in Echtzeit

Matomo vs. Google Analytics: Benutzerfreundlichkeit

Sowohl Matomo als auch Google Analytics haben eine benutzerfreundliche Oberfläche, so dass der Einstieg einfach ist, egal ob man mit der Datenanalyse vertraut ist oder nicht. Matomo ist jedoch etwas benutzerfreundlicher und bietet mehr Anpassungsmöglichkeiten, was für diejenigen hilfreich sein kann, die mehr Kontrolle über ihre Daten haben möchten.

Sowohl Matomo als auch Google Analytics sind großartige Tools für Website-Betreiber. Matomo ist ein wenig anpassbarer und benutzerfreundlicher, während Google Analytics mehr Funktionen und eine größere Benutzerbasis bietet. Welches Tool für einen am besten geeignet ist, hängt letztlich von den eigenen Bedürfnissen ab.

Datenschutz bei Google Analytics & Matomo

Matomo basiert auf PHP und nutzt eine MySQL-Datenbank. Die Besucher werden über JavaScript, Zählpixel, APIs oder einer Logdatenanalyse ermittelt. Der größte Unterschied zu Google ist, dass Motamo auf einem eigenen Server läuft. Daraus resultiert eine große Rechtssicherheit.

Die Installation ist zwar deutlich aufwendiger, dafür haben Website-Betreiber die volle Kontrolle über die gesammelten Daten. Im Gegensatz zu Google entspricht Matomo den europäischen Datenschutzvorschriften.

Die Nutzer haben mit Matomo eine höhere Sicherheit, wenn es um Rechtsfragen geht. Dies ist ein großer Vorteil für Unternehmen, die dazu verpflichtet sind, die europäischen Vorschriften einzuhalten. Dazu zählen unter anderem Ärzte, Apotheken oder Rechtsanwälte. Die Unternehmen senken mit Matomo ihr Risiko, abgemahnt zu werden.

Mit den Advanced Privacy Tools von Motamo wird die Privatsphäre der Nutzer bestmöglich respektiert. Es bietet viele Möglichkeiten, die Daten zu analysieren und es unterstützt außerdem DoNotTrack.

Dies ist eine Funktion, mit der Besucher in ihrem Browser das Tracken ihrer Daten verhindern können. Datenschutz und DSGVO werden bei Motamo sehr ernst genommen sind wichtige Aspekte der Philosophie des Tools.

Die drei Sicherheitsmaßnahmen von Matomo

Matomo (Matomo) verpflichtet sich, die persönlichen Daten aller Nutzer zu schützen. Hier sind die drei Sicherheitsmaßnahmen, die Matomo ergreift:

  1. Individuelle Maskierung der IP-Adressen: Matomo anonymisiert die IP-Adresse jedes Nutzers, indem sie durch eine Zufallszahl ersetzt wird, z.B. 123.123.123.5 wird durch 5234567890123456 ersetzt. Dies gewährleistet die Einhaltung der strengen europäischen Datenschutzrichtlinien.
  1. Anonymisierende Cookies: Wenn ein Internetnutzer eine Websitzung in seinem Browser startet, erhält er mehrere HTTP-Cookies von verschiedenen Websites, die er in den letzten Wochen oder Monaten besucht hat ("Drittanbieter-Cookies"). Diese Drittanbieter-Cookies können Informationen über angeschaute Bücher, online angesehene Produkte und andere Aktivitäten lesen. Um die Anonymität der Nutzer zu schützen, speichert Matomo keine Informationen, die zu einem Nutzer zurückverfolgt werden können, in einem Cookie von Dritten.
  1. Anonymisierung der Referrer-URL: Wenn ein Nutzer auf einen Link klickt, um eine andere Website zu besuchen, wird die URL dieser Website im "Referrer"-Feld der HTTP-Anfrage gespeichert. Auf diese Weise können Websites die Herkunft ihrer Besucher nachvollziehen. Um die Anonymität der Benutzer zu schützen, speichert Matomo die Referrer-URL für Besuche auf anderen Websites nicht.

Was genau ist der Unterschied zwischen Google Analytics und Matomo?

Matomo ist ein selbstgehostetes Datenanalysetool, während Google Analytics ein webbasierter Dienst ist, der von Google gehostet wird

  • Matomo bietet mehr Datenschutzfunktionen als Google Analytics
  • Matomo hat auch eine bessere Datenqualität aufgrund seiner Spam-Filterfunktionen
  • Allerdings ist die Installation und Konfiguration von Matomo aufwändiger als bei Google Analytics
  • Matomo ist für die persönliche Nutzung kostenlos, während Google Analytics eine Obergrenze von 10 Millionen Aktionen pro Monat für die kostenlose Nutzung hat. Für beide Tools gibt es kostenpflichtige Versionen
  • Beide Tools werden für die Analyse von Website-Daten verwendet, aber Matomo ist möglicherweise besser für Unternehmen mit strengeren Datenschutzanforderungen geeignet.

Standort

Der wohl größte Unterschied zu Google Analytics ist das Self-Hosting, d.h. Matomo kann auf Ihrem eigenen Server laufen und Sie haben die Hoheit über die Daten. Bei der Speicherung sensibler Protokolldaten gewährleistet diese Option also den Schutz der Nutzerdaten, da sie nicht automatisch an Dritte weitergegeben werden. Bei Google Analytics werden die vom Programm gesammelten Daten mit Google geteilt und auf den Servern von Google gehostet. Self-Hosting bedeutet jedoch auch, dass Sie sich selbst um die Sicherheit der Nutzerdaten Ihrer Website kümmern müssen - Matomo bietet dafür Lösungen. 

DSGVO-Funktionen

Was Matomo auszeichnet, sind neue DSGVO-Funktionen, die Anfang 2018 eingeführt wurden -- Matomo kann so konfiguriert werden, dass alle Daten automatisch anonymisiert werden bevor die Dokumente an die Endnutzer gesendet werden. Zum Beispiel werden die Daten nach 180 Tagen anonymisiert (Standardeinstellung), oder Sie können auch alle persönlich identifizierbaren Informationen wie IP-Adressen und Benutzernamen weglassen.

Datenqualität bei Google Analytics und Matomo

Mit Motamo ist eine aussagekräftige Analyse des Nutzerverhaltens und der Performance der Internetseite möglich. Diese Daten sind für die Optimierung einer Webseite von größter Bedeutung. Website-Betreiber können mit Matomo nicht nur die Datenschutzrichtlinien einhalten, sondern auch sehen, welcher Content gut ankommt, welche Inhalte die beste Conversion bieten und an welchen Stellen Nutzer die Seite verlassen. Als Online Marketing Agentur unterstützen wir Sie gerne bei einer Umstellung.

Der Wert von anonymisierten Daten für das digitale Marketing

Alle Unternehmen sollten Zeit und Geld in ihre Website und ihr digitales Marketing investieren, um das Beste aus ihren Kunden und Interessenten herauszuholen. Dies erfordert ein gutes Verständnis der Nutzer: Was haben sie auf der Website gemacht? Warum haben sie eine bestimmte Funktion genutzt oder eine bestimmte Produktkategorie durchsucht? Anonymisierte Daten aus digitalen Kanälen sind von unschätzbarem Wert, wenn es darum geht, etwas über das Publikum zu erfahren. Eine der wichtigsten Erkenntnisse, die gewonnen werden können, ist ein detailliertes Verständnis der Website-Besucher.

So kann ein Einzelhandelsunternehmen beispielsweise herausfinden, ob Männer oder Frauen häufiger in ihren Kleidern stöbern und welche Schlüsselwörter sie bei der Suche nach bestimmten Produkten verwenden. Oder ein Unternehmen, das Online-Spiele anbietet, möchte wissen, in welchen Bundesländern die meisten Gamer leben. Mit diesen Informationen können Unternehmen ihre Online-Marketing-Kampagnen besser ausrichten und so die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass potenzielle Kunden ihre Website besuchen und einen Kauf tätigen.

Anonymisierte Daten sind auch nützlich, um zu verstehen, wie Kunden mit der Website interagieren. Durch die Verfolgung von Klicks und Seitenaufrufen können Unternehmen feststellen, welche Seiten am beliebtesten sind und welche ignoriert werden. Diese Informationen können dazu beitragen, das Design der Website zu verbessern und sie benutzerfreundlicher zu gestalten.

Die Verwendung von anonymisierten Daten sollte ein wichtiger Bestandteil der digitalen Marketingstrategie eines jeden Unternehmens sein. Sie liefert wertvolle Erkenntnisse, die dazu beitragen können, die Besucherzahlen auf der Website zu erhöhen und den Umsatz zu steigern.

Da Unternehmen zunehmend auf Online Marketing Graz setzen, um ihre Kunden zu erreichen, wird der Wert anonymisierter Daten immer deutlicher. Diese Daten sind unglaublich nützlich für das Verständnis des Nutzerverhaltens und die Verbesserung des Website-Designs.

Wenn Sie noch keine anonymisierten Daten für Ihr digitales Marketing verwenden, ist es jetzt an der Zeit, damit zu beginnen. Sie bieten wertvolle Einblicke in das Kundenverhalten, die zur Verbesserung Ihrer Website und zur Steigerung des Umsatzes beitragen können. Warten Sie also nicht länger, sondern fangen Sie noch heute an!

Kontakt zu Frau Pilch
Alfons Rittler
Creative Director
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