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Rittler & Co

Alfons Rittler

Digital Expert & CEO

Was taugt der Darkmode für Websites?



Darkmode - kurzlebiger Webdesign-Trend oder neuer Design-Standard?

Dunkle Websites, die den Fokus der Besucher auf das Wesentliche lenken oder Betriebssysteme, die mit einem dunklen Display Hintergrund Energie sparen, werden immer beliebter. Der sogenannte Darkmode für Websites, Betriebssysteme und Anwendungssoftware findet eine immer größere Verbreitung. Warum das so ist, zeigt der folgende Beitrag.

Darkmode Webdesign

Was ist der Darkmode?

Der Darkmode, auf Deutsch Dunkelmodus, ist ein in immer mehr Betriebssystemen einstellbarer Bildschirmmodus, bei dem vereinfacht ausgedrückt helle Pixel dunkel dargestellt werden und dunkle hell.

Normalerweise werden Texte für eine gute Lesbarkeit und einen hohen, augenschonenden Kontrast in dunkler Schrift vor einem hellen, besser weißen Hintergrund wiedergegeben. Beim Darkmode wird diese Darstellung umgedreht.

Schriften werden weiß dargestellt und Hintergründe dunkel, meist tiefschwarz. User von Android und iOS Smartphones können seit 2019 den Dark Mode bei ihren Geräten aktivieren. Das MacOS Betriebssystem bietet mittlerweile ebenfalls einen Darkmode.

Welche Vorteile bietet der Darkmode?

Ursprünglich wurde der Dunkelmodus entwickelt, um bei einer intensiven Smartphone-Nutzung den Akku zu schonen. Durch die deutlich geringere Helligkeit des Displays wird wesentlich weniger Strom verbraucht.

Immer größere Displays und schnellere Prozessoren waren für Hardware Entwickler der Anlass, sich Gedanken über Stromsparmöglichkeiten zu machen, da die Akkus nicht im gleichen Maße leistungsfähiger wurden wie die restliche Hardware. Stromsparen sollte jedoch möglich sein, ohne die Nutzer von Smartphones einzuschränken. 

Insbesondere bei modernen OLED-Displays kann mit der Aktivierung des Darkmode Energie eingespart werden. Bei einem OLED bedeutet Schwarz, dass die LEDs ausgeschaltet sind.

Bei hellen oder weißem Licht brauchen OLEDs den meisten Strom. Messungen haben gezeigt, dass auf diese Weise etwa 30 % der Energie eingespart werden können und sich die Akkulaufzeit entsprechend verlängert.

Der Darkmode reduziert die Augenbelastung spürbar

Jeder, der bei der Arbeit oder in der Freizeit lange auf einen hellen Bildschirm schauen muss, weiß wie anstrengend das helle Licht wegen des hohen Blauanteils für die Augen sein kann.

Die Folge ist das sogenannte Computer Vision Syndrom (CVS) oder Office-Eye-Syndrom. Anzeichen hierfür Augenschmerzen, Jucken und Brennen der Augen, verschwommenes Sehen, Doppelbilder, Kopfschmerzen, Nacken-/Rückenschmerzen und mehr.

Insbesondere, wenn es um detaillierte Grafiken oder Diagramme geht, schont der Dunkelmodus nachweisbar die Augen. Erste Studien zeigen sogar, dass der Darkmode die Entstehung einer Kurzsichtigkeit verhindern kann, wenn das Display eines Smartphones zu nah an den Augen gehalten wird.

Nicht nur für die Augengesundheit ist der Darkmode von Vorteil. Im Webdesign ist der Darkmode schon seit einiger Zeit zunehmend beliebt.

Darkmode bei Websites und Apps

Schon etwas länger als die Betriebssysteme von Smartphones nutzen avantgardistische Agenturen und Webdesigner Graz den Darkmode für die extravagante Website-Gestaltung.

Der dunkle Hintergrund einer Website strahlt eine gewisse Wertigkeit aus und lenkt den Fokus der Besucher automatisch auf die beleuchteten Bereiche. Websites, auf denen Luxusartikel präsentiert werden, nutzen gerne diesen Effekt. Aber auch andere Websites setzen auf die Wirkung des Darkmode.

 

Ein bekanntes Beispiel für ein Unternehmen, das den Darkmode für seine Webseite nutzt, ist Netflix. Der dunkle Hintergrund der Netflix Website lenkt den Blick der Besucher automatisch auf die hellen und bunten Vorschaubilder der Videos.

Ganz einfach, weil es sonst nichts zu sehen gibt. Microsoft hat Windows 10 mittlerweile ebenfalls einen Darkmode hinzugefügt. Für den Chrome Browser von Google ist eine entsprechende Extension erhältlich. Anwendungssoftware wie Photoshop kommt gleich im Dunkelmodus auf den Bildschirm. 

Trotz der Vorzüge, die der Darkmode bei Websites und Betriebssystemen bietet, sollte für Nutzer, bei denen dunkle Websites negative Emotionen hervorrufen, immer auch eine helle Variante zur Verfügung gestellt werden. Zudem eignet sich der Darkmode nicht für alle Website-Inhalte. Das dunkle Design sollte wohlüberlegt eingesetzt werden.

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Alfons Rittler
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