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Rittler & Co

Alfons Rittler

Digital Expert & CEO

Keen - Google's Alternative zu Pinterest



Keen - mehr als nur der Pinterest-Klon von Google

Google ist ja häufiger bekannt dafür, den Markt der bisherigen Online-Plattformen empfindlich stören zu wollen. Dieses Mal ist es Pinterest, die ins Fadenkreuz des Suchmaschinengiganten geraten sind. Viele Unternehmen behandeln die Plattform fast schon stiefmütterlich. Als erfahrene Social Media Agentur wissen wir aber, wie bedeutsam Pinterest für einige Branchen sein kann und gerade deswegen ist Googles Neuentwicklung auch so interessant für Unternehmen. Denn Google Keen ist mehr als nur eine schlichte Kopie von Pinterest. 


Frau sieht sich die neue Plattform Keen an

Themen, Pinnwände, Inspirationen, Gruppen - Keen teil-automatisiert Pinterest

Pinterest ist eine Plattform für alle, die Inspiration suchen. Für Hochzeitsfotos, Einrichtungsideen, Make Up, Bilder, Holzverarbeitung, Kunst, Kreativität oder Handwerk ist Pinterest eine beliebte Quelle für Denkanstöße und natürlich auch für Produktplatzierungen oder Quereinbindungen von Blogs und Shops.

Auf Pinterest eine Präsenz zu haben und dort zu den Pinnwänden von Usern hinzugefügt zu werden, kann entsprechend einen langen Hebel im Marketing darstellen. Umso wichtiger könnte künftig die Optimierung für Google Keen sein, denn der neuartige Service ist ähnlich wie Pinterest, wird jedoch mit Artificial Intelligence angetrieben.

Als Teil des Accelerators Area 120 ist Keen derzeit noch ganz frisch und lädt User zum Experimentieren ein. Diese müssen nur eingeben, woran sie interessiert sind (daher der englischsprachige Name "keen") und Google stellt automatisch Inhalte zusammen, die anschließend von Hand kuratiert werden können.

So weit, so gut - doch diese visuell aufbereiteten Listen lassen sich nicht nur speichern, sondern auch teilen.

Gleichzeitig bietet Google mit der Alert-Funktion automatisierte Alarme, falls es zu einem bestimmten Thema Neuerungen gibt.

Ein Beispiel: Stellt ein User auf Keen eine Suche nach Retro-Sneakern ein und sortiert seine Bilder und Posts, erhält dieser einen Alert, wenn Unternehmen (gut getaggte) Inhalte posten. Das liefert ein mächtiges Marketinginstrument, um ansonsten eher stagnierende Pinnwände zu beleben.

Für potentielle Kunden liefert Keen frei Haus neue Inspirationen und schlägt die relevantesten Inhalte vor, dies soll auch zu mehr Interaktionen von Userseite aus führen.

Diese müssen nämlich künftig nicht mehr mühselig und langwierig durch den Feed scrollen, die relevantesten Treffer werden einfach vorgeschlagen. Und weil Google hierfür einen AI-Algorithmus einsetzt, lernt dieser mit jedem Klick dazu.

Natürlich haben User außerdem die Möglichkeit, den kuratierten Inhalten anderer User (die in der Sprache der Anwendung ebenfalls Keens heißen) zu folgen.

Hier entsteht für Unternehmen eine neue Schnittstelle im Influencer Marketing und die Möglichkeit, User mit Reichweite zu rekrutieren, damit diese gezielt die besten und relevantesten Produkte aus dem eigenen Portfolio zusammenstellen können.

Keen im Unternehmen nutzen

Auch Unternehmen selbst sollten natürlich über die Grenzen ihres bisherigen Social Media Marketings hinweg sehen und sich selbständig mit Keen beschäftigen.

Dabei sollten nicht nur die eigenen Produkte und Services im Vordergrund stehen, sondern vor allem auch Mehrwerte.

  • Was können potentielle Kunden mit den Produkten machen?
  • Welche DIY-Hacks gibt es?
  • Wie sieht die praktische Anwendung aus?

Von der Performance von Laufschuhen beim Marathon über ein Bild vom Regal in den heimischen vier Wänden - so wie Unternehmen ihre Kunden bereits auf anderen Social Media Plattformen aufrufen, Bilder und Erfahrungen zu teilen, kann Keen diese Erfahrung kompetent sammeln, bündeln und aufbereiten.

Die smarte Variante zu Pinterest - KI und Keen

All das klingt interessant, spannend und ist für eine Social Media Agentur Graz ebenso relevant wie für Unternehmen, Influencer oder Freiberufler. Denn mit Keen übernimmt Google nicht einfach nur die besten Features von Pinterest - so wie das beispielsweise mit dem gescheiterten Google+ der Fall war -, sondern erweitert diese dank der KI-Fähigkeiten um eine nützliche Komponente.

So nutzt die Suchmaschine den Hebel der zur Verfügung stehenden Datensätze und schafft für User die Möglichkeit, Inhalte leichter zu suchen und über interessante Themen informiert zu bleiben.

Das ist auch für Marken komfortabel, da diese schneller sehen können, mit welchen Inhalten User tatsächlich in Kontakt treten und so selbst nach den Interessen der Kunden sortieren können. Dies ermöglicht einen weitreichenden Blick auch über den Horizont der eigenen Produktwelt hinaus.

Kontakt zu Frau Pilch
Alfons Rittler
Creative Director

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