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Rittler & Co

Alfons Rittler

Digital Expert & CEO

Der richtige steuerliche Umgang für Werbetreibende



Werbetreibende und die Steuer im Social Media

Facebook und Google sind ideale Medien, wenn es um erfolgreiches Online Marketing mit hoher Reichweite geht. Doch aus steuerlicher Perspektive können Werbetreibende vor einem Problem und Ärger mit dem Finanzamt stehen. Grund hierfür sind die Firmensitze in steuergünstigen Ländern, durch die das Unternehmen keine Umsatzsteuer im deutschsprachigen Raum zahlt.

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Tipps für den steuerlich richtigen Umgang bei Facebook & Co. Werbung

Unternehmen die steuerrechtlich betreut werden, können sich entspannen und die Umsatzsteuer durch ihren Steuerberater errechnen lassen. Wer als Kleinunternehmer oder Selbstständiger in sozialen Medien wirbt und keinen Steuerberater hat, muss die Berechnung und Anzeige beim Finanzamt selbst vornehmen. Werbetreibende bekommen von Facebook oder Google eine Rechnung, auf der 0% Umsatzsteuer ausgewiesen ist. Das bedeutet nicht, dass der Werbende steuerlich befreit ist und dem Finanzamt über keine Meldepflicht hat.

Vielmehr entsteht daraus die Verpflichtung, die Umsatzsteuer selbst zu ermitteln und den gültigen Steuersatz in Eigeninitiative herauszurechnen. Bei herkömmlichen Rechnungen von Unternehmen mit Sitz im deutschsprachigen Raum ist die Umsatzsteuer auf der Rechnung vermerkt und muss vom Leistungserbringer getragen werden. Bei Facebook Werbung oder Google Ads wird das Reverse Charge Verfahren angewandt. Das bedeutet, dass nicht der Leistungserbringer, sondern der Werbetreibende als Leistungsempfänger für die Entrichtung der steuerlichen Verpflichtung Sorge trägt.

Die richtige Buchung von Rechnungen ohne Umsatzsteuer

Auch die Digital Agentur Graz nutzt Facebook und Google zur Steigerung der Bekanntheit. Steuerlich handelt es sich bei Werbeausgaben um Werbekosten, die in der Steuererklärung unter dem entsprechenden Punkt gelistet werden. Je nach Kontoführung und Abrechnung können die Kosten für Social Media Werbung auch in die Betriebsausgaben einfließen. Auf der ausgestellten Rechnung des Leistungserbringers ist nur der Nettobetrag ersichtlich, während bei Umsatzsteuer 0% steht. Der Leistungsempfänger, also der Werbetreibende muss nun die Umsatzsteuer von 20 Prozent herausrechnen und in der Spalte für die zu buchende Umsatzsteuer eintragen.

Wer vorsteuerberechtigt ist und die Umsatzsteuer monatlich, quartalsweise oder halbjährlich an das Finanzamt entrichtet, macht nun eine Gegenbuchung und bezeichnet diese als abziehbare Vorsteuer. Die Vorgehensweise bezieht sich auf alle Unternehmen, die im steuergünstigen Ausland sitzen und Werbetreibenden eine Rechnung ohne Umsatzsteuer auszahlen. Bei zahlreichen Geschäften in diesem Bereich lohnt es sich immer, einen Steuerberater zu beauftragen und sich für eine fachmännische Abrechnung der Vorsteuern an das Finanzamt zu entscheiden.

Welche Details auf der Rechnung stehen müssen

Die Aufführung der Umsatzsteuer bleibt, wie sich bereits im vorigen Absatz erschlossen hat, bei Geschäften mit Unternehmen aus steuergünstigen Ländern außen vor. Doch eine für das Finanzamt gültige Rechnung muss dennoch erstellt und mit allen wichtigen Informationen zum Leistungserbringer ausgehändigt werden. Essenzielle Vermerke sind die VAT Nummer, ein Hinweis auf das Reverse Charge Verfahren sowie die vollständige Rechnungsadresse des Rechnungsausstellers. Bei Berechnungsfehlern behält sich das Finanzamt eine Korrektur mit Hinweis an den Umsatzsteuerpflichtigen vor. Das kann langfristig problematisch werden, da Werbetreibende im Fokus des Finanzamtes mit größeren steuerlichen Prüfungen rechnen müssen. Bei allen Unsicherheiten oder monatlichen Rechnungen von Google, Facebook und Co. ist es immer hilfreich, sich für eine professionelle Bearbeitung der Steuererklärung zu entscheiden.

Auch die vollständige Auslagerung der Buchhaltung kann sich selbst für Kleinunternehmer und Selbstständige lohnen, da die Kosten für den Steuerberater umsatzabhängig und somit dem Arbeitsaufwand angemessen sind. Der Steuerberater sieht auf den ersten Blick, ob die Rechnung korrekt ist oder ob der Werbetreibende beim Leistungserbringer eine ordentliche und rechtsgültige Rechnung nachfordern muss.

Die globale Wirtschaft sorgt dafür, dass Geschäfte außerhalb des eigenen Landes als Unternehmensstandort boomen. Großkonzerne wie Google und Facebook haben ihren Firmensitz in Ländern, wo Umsatzsteuer und Finanzamt Probleme kein wirkliches Thema sind. Für den Werbetreibenden ergibt sich daraus eine Hürde, die sich am besten und sichersten mit der Beauftragung eines erfahrenen Steuerberaters überwinden lässt.

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Alfons Rittler
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